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Mal was anderes: Nikolaiviertel

Ich war ja schon eine ganze Weile in Berlin, als ich zum ersten mal in die „historische Mitte Berlins“ ging. Zugegeben, es ist dort touristisch ohne Ende – aber irgendwie doch nett. Als einen Gegenpol zu Kreuz-Kölln würde ich das Viertel bezeichnen, wo man an der Spree, südwestlich vom Alexanderplatz, recht nett draußen sitzen und sowohl Alt-Berliner als auch internationale Küche genießen kann. Rund um die Nikolaikirche finden sich im verkehrsberuhigten Bereich neben Restaurants auch viele lustige Touri-Läden, wo man den „deutschen“ Teddybären in Lederhose erwerben kann, den man von seiner Europa-Tour auf jeden Fall mitbringen sollte : – )  .

Gleich an der U-Bahn Klosterstraße geht es los in das älteste Viertel von Berlin. Neben den barocken Wohnhäusern, zu dem auch das Lessing-Haus gehört und der bereits namensgebenden Kirche gibt es hier die Skulptur von St. Georg und – wie gesagt – haufenweise „besucherfreundliche“ Geschäfte und Restaurants.

Klettern über der Stadt

Ein richtig großes Stahlgestell steht da, mitten in Mitte, und ganz oben sind Trabbis und Strandkörbe mit dicken Stahlseilen befestigt.

Erstmal habe ich gestaunt, was das da soll – zwei Stunden später war ich restlos begeistert. Es war ein Sommertag und meine Freundin und ich sind losgefahren zum Sightseeing, wie die letzten Tage. Über Abwechslung waren wir froh, und so schauten wir uns erst mal aus der Nähe an, was da, gleich in der Nähe vom Nordbahnhof auf uns wartete. Ein Hochseilgarten, soviel war uns schnell klar – auch wenn ich sowas nur auf dem Land oder im Wald gesehen hatte.

Hochseilgarten mitten in Berlin

Die Kinder und Erwachsenen, die dort oben aus dem Strandkorb herunterwinkten haben uns neugierig gemacht, und so lösten wir ein Ticket (19 Euro für 2:30 Stunden) und holten unseren Leih-Klettergurt ab. Die Fünf Minuten Einweisung, wie die Karabiner zu verwenden sind waren erhellend. Dort gibt es ein System aus Seilen Klettergurt und Karabinern, mit dem, egal wie doof man sich anstellt, nichts passieren kann, denn man ist immer gesichert.

Dann kam die Höhenangst dran. Das erste Stockwerk ist noch einfach, und gar nicht soo hoch. Eine gute Sache zur Desensibilisierung. Spannender wurde es dann im zweiten Stock. Nachdem man sich ein paar mal übernommen hat und dann in den Seilen gehangen ist weiß man auch: das Seilsystem hält. Mit dem Wissen ging es dann rauf in den dritten Stock. Über Balken und Seile, durch Reifen und Röhren kamen wir dann auch zu dem vorher von Unten bestaunten Strandkorb. Tolle Aussicht dort droben, und eine wunderbare Abwechslung an einem Sightseeingtag in Berlin.

Der Klettergarten findet sich in der Caroline-Michaelis-Straße 8 und unter www.mountmitte.de