Checkpoint Charlie

Am Checkpoint Charlie muss man gewesen sein, wenn man in Berlin war. Hier fahren die Reisebusse reihenweise entlang, und die Touri-Quote ist wirklich hoch. Der ehemalig wichtigste Grenzübergang zwischen sowjetischem und amerikanischen Sektor liegt am Ende der Friedrichstraße und es sind dort einige Museen zur Besatzungszeit sowie zahlreiche Fast-Food Filialen und Souvenir-Läden. Genau hier haben sich auch viele Start-Ups und IT-Unternehmen angesiedelt, sodass es zwischen den Besuchern, die gemütlich entlang schlendern auch immer wieder Leute mit einem Coffee-To-Go auf dem weg in die oder aus der Arbeit hindurchschlängeln.

Bild vom Haus am Checkpoint Charlie

Darüber hinaus gibt es wieder aufgestellte Stücke der Berliner Mauer zu sehen und natürlich diverse in China produzierte Sowjet-Mützen, Anhänger und Gimmicks. Wände mit Fotos und Texten beschreiben und zeigen, was hier zu Kriegsende und zur Zeit des Mauerbaues stattgefunden hat und wie es dabei aussah. Ganz wichtig natürlich für alle Leute die auf Klassenfahrt sind: Das Foto mit dem als Grenzposten verkleideten “Stand-Up-Artist”, für Facebook und Google+.

Obwohl es natürlich überhaupt kein geheimer Tipp ist, finde ich einen Besuch hier trotzdem irgendwie nett. Es liegt ja sozusagen auf dem Weg, wenn man die Friedrichstraße entlang spaziert,  und wenn man den Backpacker-Kommerz  mit einem freundlichen Schmunzeln kommentieren kann, sollte man an dieser geschichtsträchtigen Kreuzung schon mal vorbeischauen.

Gendarmenmarkt

Der schönste Platz in Berlin ist meiner Meinung nach am Gendarmenmarkt. Umgeben vom Deutschen Dom, dem Konzerthaus und vom Französichen Dom ist dieser bereits im 17. Jahrhundert entstanden. Zentral in der Mitte steht das Denkmal von Friedrich Schiller, nach dem der Platz auch früher benannt war.

Bild vom Weihnachtsmarkt Gendarmenmarkt

Der Weg von an der Friedrichstraße entlang von der Spree zum Checkpoint Charlie steht natürlich auf jedem Sightseeing-Programm, und auf Höhe der Französischen Straße ist der Markt auch schon zu sehen. Zur Adventszeit ist der Platz abgesperrt, und nur gegen einen Euro Eintritt zu betreten, denn dann sind Buden zum Geschenke kaufen, zum Essen und Glühwein trinken aufgebaut. Bei schlechtem Wetter gibt es auch einige Regen- und Winddichte Zelte, in denen man Raclette-Käse, Makronen und Bratwürste zu nicht gerade günstigen, aber noch akzeptablen Preisen bekommt.

Bild vom Gendarmenmarkt und Konzerthaus

Centro Italia Ristaurante

Im Centro Italia gibt es italienische Lebensmittel. Vorne im Supermarkt für Selbst-Kocher, hinten im Restaurant gibt es als Stärkung beim Einkauf, oder auch so, wirklich gutes Essen. Die Karte ist nicht besonders lang und ändert sich auch von Tag zu Tag. Lachs, Calamares, Salat und einige Pasta-Variationen sind allerdings fast immer dabei.

 

Außen gibt es einige Biertischgarnituren und innen eine Espresso-Theke, sowie Tische und Stühle um gemütlich zu essen. Bestellen muss man an der Theke, und sobald es fertig ist, was dank der eingeschränkten Speisekarte doch recht schnell geht, wird an den Tisch geliefert.

Espresso-Bar

Absolut gut ist das Essen, ganz frisch und ganz italienisch. Am besten mal nicht die Pasta nehmen, sondern den Lachs probieren, oder die Tintenfischringe.

 

Bella Italia – Kaufen, kochen, essen

Der letzte Italien-Urlaub liegt schon  viel zu lange zurück. Die Landschaft und das Wetter lassen sich nicht so einfach nach Deutschland bringen, da kann man nichts machen, beim Essen, Leuten und Atmorphäre allerdings schon. Der Centro-Italia ist einer der Geheimtipps Berlin für Verehrer der Italienischen Küche.

Die Selbst-Kocher kommen voll auf ihre Kosten und finden hier all die im Real und Kaufland vermissten Produkte, die eine Basis für Italienisches Kochvergnügen bilden. Dass es zig Sorten an Nudeln, Olivenölen, Balsamico-Varianten und italienischen Weinen gibt, ist selbstverständlich. Darüber hinaus gibt es frische Wurst, Fisch, Käse, Brot und Gemüse an den entsprechenden Theken, wo freundliche Italiener bedienen und beraten.

Verschiedene San Pellegrino Variationen, Süßspeisen, Küchenartikel, Spirituosen, wirklich die ganze Palette an Produkten, die man sonst nur schwer bekommt. Preislich ist das Ganze auf, wie ich finde fairem Niveau. Ein bisschen mehr als beim Kaisers ums Eck kann man schon rechnen, insgesammt hält es sich im Rahmen. Wer wenig ausgeben will bleibt bei den “Italia-Supermarkt-Artikeln” und kocht sich für ein paar Euro ein leckeres Essen, wer mehr investieren will, dem empfehle ich den orginal Parma-Schinken am Stück, der trotz der 150 Euro die man für das sieben-Kilo-Stück investieren muss, geschmacklich jeden Cent Wert ist.

Die Wein-Abteilung ist auch eine Erwähnung wert, denn die Auswahl an italienischen Weinen aus allen Regionen des Landes ist überzeugend. Ob zum Essen, oder als Mitbringsel für einen Italophilen Bekannten findet sich hier immer etwas. Es gibt vier Filialen in Berlin, wobei die in Charlottenburg meines Wissens nach das größte Sortiment bietet. Hier die Visitenkarte mit allen Adressen:

 Das Restaurant, das sich im Markt befindet ist sehr gut und einen eigenen Artikel wert, der in Kürze folgt.

Picknick Berlin: Am Liepnitzsee

Gleich hinter Bernau, bei Wandlitz liegt der Liepnitzsee. Ein Geheimtipp für die Städter, die ein paar mehr Stunden für den Ausflug in die Natur zu investieren bereit sind, um beim gemütlichen Picknick Berlin ein Stück weit weg sein lassen. Leicht in einer dreiviertel Stunde zu erreichen, kann man hier alles was man zum Entspannen braucht machen: Wandern, Boot fahren und Kuchen essen – oder Steaks. Am einfachsten verlässt man die A11 bei Schmetzdorf, folgt gut 6 Kilometer der Wandlitzer Chaussee und parkt dann, wenn rechts ein Haus und viele Parkplätze kommen sein Auto. Dem Wanderweg folgend, einfach rein in den Wald.

Geheimtipps Berlin: Der Liepnitzsee

Keine Angst, von hier ist der See nicht zu verfehen. 500 Meter weiter ist schon das Wasser zu sehen, und in der Mitte die Liepnitzseeinsel, die fast ein Drittel der Seefläche ausmacht. Zwei Möglichkeiten bieten sich für den Spaziergang an: Ganz herum laufen, ungefähr neun Kilometer, oder bis zur Fähre, dann zur Insel, rüber auf die andere Seite und von da aus zurück, was etwa sechs Kilometer zu laufen sind. Der Weg am See führt an der Bootsanlegestelle vorbei, die gut ausgeschildert ist und regelmäßig bedient wird. Wie lange es dauert bis die Fähre kommt läßt sich leicht abschätzen, denn von hier aus ist der Dreieckskurs Nordseite – Insel – Südseite leicht einsehbar. Für drei Euro bringt einen der Fährmann auf die Insel, und später auch wieder zurück.

Fähre am Liepnitzsee

Der Vorteil eines Insel-Besuchs ist die Gaststätte, die bei schönem Wetter Sonnenplätze und eine Stärkung bereithält. Ob Kaffee und Kuchen, oder Steak mit Kartoffelsalat, beides kann man hier für faire vier Euro bekommen, und im Biergarten, zwischen einzelnen Bäumen und einem Spielplatz für die Kleinen zu sich nehmen.

Wer einen ganzen Nachmittag zu investieren bereit ist um ins Grüne zu kommen, der ist am Liepnitzsee genau richtig. Ein ganzes Stück abseits von der Großstadt findet sich hier Ruhe. Auch wenn die Grünen Flecken der Stadt selbst überlaufen sind, kann man mit mitgebrachtem Picknick auf eine der vielen Plätze mit Holztischen und -bänken in schöner Atmosphäre essen und sich erholen.

Vietnam in Berlin – Dong Xuan Center

Eine eigene Welt, das ist das vietnamesische Einkaufszentrum, mitten in Lichtenberg. Dort in Berlin, wo man es nicht gerade vermutet, befindet sich einer der Geheimtipps für Vietnam- und Asienliebhaber: in der Herzbergstraße 128-139, mitten im Industriehof, und eigentlich nur mit dem Auto gut zu erreichen – dafür aber mit reichlich Parkplätzen. Vier riesige Hallen, und viele Asiaten, die dort unterwegs sind machen neugierig, was sich innen verbirgt. Betritt man eine der Hallen, erwartet einen ein langer Gang.
Vietnamesisch Shoppen in Berlin
Links Geschäfte, rechts Geschäfte, 150 Meter lang gibt es Kleidung, Schuhe, Plastikblumen, Gewürze, Elektronik, Leder, Massagesessel, Grußkarten im Tausenderpack, Schminkzeug, Led-Lampen, Uhren, Bastelzeug, viele Deko-Artikel, einiges was man brauchen kann und sehr viel was sich perfekt zum Schrott-Wichteln eignet. Gerade wer nichts bestimmtes sucht, hat am meisten Spaß, in den hunderten von Geschäften genau das zu finden.

Geheimtipp: Einkaufen mal anders

Manchmal sind Aritkel in meterhohen Regalen einsortiert, manchmal auch in den Kartons am Boden, und auch all das, was das großenteils vietnamesische Publikum sonst braucht ist in den Hallen untergebracht: Fahrschulen, Rechtanwälte, Nagelstudios, Reisebüros und Friseure. Richtig gut, wenn man gerne asiatisch kocht, sind die Supermärkte im Dong-Xuan-Center. Hier gibt es eine Menge: Fisch, der noch schwimmt, frisches Obst und Gemüse für fern-östliche Gerichte, Reis sackweise,  und Gewürze, Getränke und Konserven, aber auch Kochutensilien und Geschirr.

Asien-Supermarkt

Der Dong-Xuan-Center zählt definitiv zu den Geheimtipps für Berliner Asien-Freunde, bietet eine nette “Parallel-Welt”, das eine oder andere unerwartete Schnäppchen, und mehrere authentische vietnamesiche Restaurants.

Pergamonmuseum

Antikensammlung, Vorderasiatische und Islamische Kunst

Was das Pergamonmuseum von den meisten anderen Museen, die ich kenne unterscheidet ist die Art und größe der ausgestellten Objekte. Besonders schön und sehenswert sind die aus Orginalteilen nachgebauten Fassaden, Tore und Tempel.

Gleich im ersten Raum erwartet den Besucher ein beeindruckender Anblick. So sah es aus, auf dem Burgberg in Kleinasien, im zweiten Jahrhundert vor Christus:

Pergamon Altar

Zugegeben, die Leute damals hatten keine Digicam in der Hand, und waren wohl auch anders gekleidet. Um einen Eindruck zu bekommen, wie es damals ausgesehen hat, ist der wiederaufgebaute Altar aber auf jeden Fall ein Meisterstück. An den Wänden des Raumes sind die Reliefs von der Rückseite des Altares zu sehen. Wer sich also für griechische Mythologie interessiert kann also auf 360 Grad den Kampf der Götter mit den Giganten nachvollziehen.

Weiter geht es zum nächsten Raum, wo das Markttor von Milet wartet. Links die Treppen hoch, und von der Bank aus kann man die Fassade aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus auf sich wirken lassen. Sehr schön bei dieser Geschischichtsreise ist, dass der Audio-Guide nicht nur Hintergründe erzählt, sondern auch auf einem kleinen Bildschirm zum passenden Zeitpunkt eine Karte bereithält.

 

Ein drittes Highlight ist dann das Ischtar-Tor aus dem 6. Jahrundert vor Christus. Im Orginal wiederaufgebaut vermittelt es einen Einblick in die babylonische Kultur, wo es Teil der Stadtmauer war und früher zu den sieben Weltwundern gezählt hat. Auch hier wieder ein Rundum-Erlebnis, das in den angrenzenden Räumen durch kleinere, aber immer noch stattiche Exponate aus dieser Zeit und Region ergänzt wird.

Ischtar Tor

 

Ein Stockwerk weiter oben ist islamische Kunst zu sehen. Vasen, Schalen und Schmuck wechseln sich ab mit Räumen, die großflächig edle Teppiche mit den für Zeit und Region typischen Mustern zeigen. Weiter im Rundgang sind auch hier einige Räume und Eingangsbereiche nachgebaut, wo der Besucher sozusagen mittendrin ist in Kunst und Geschichte.

Insgesammt ist beim Pergamon-Museum zu beachten, dass ein Besucher sich zu den Hauptzeiten teilweise länger anstellen muß. Wer die Wahl hat sollte also nicht gerade am Samstag Nachmittag kommen, wenn die Reisebusse außen Schlange stehen. Für den kulturinteressierten Berliner lohnt sich sowieso die Jahreskarte, die es für 40 Euro in den staatlichen Museen gibt, und mit der man sich auch das Anstellen sparen kann.

Kaiserschmarrn am Wasser

Für den sonnigen Sonntagnachmittag habe ich den Geheimtipp: Spazieren im Grünen und schlemmen am See. Mit der S-Bahn kommt man bis zur Station Grunewald. Dort ist auch ein Parkplatz und es beginnen hier eine Reihe von Wanderwegen durch den Grunewald. Besonders an Sonn- und Feiertagen sind hier eine ganze Menge Leute unterwegs. Spaziergänger, Jogger, Fahrradfahrer, Familien, Hundebesitzer – Großstädter, die das Grüne suchen, und hier auch finden. Der Grunewald ist groß genug, dass sich die Menschen auch an schönen Tagen einigermaßen verteilen und jeder nach Lust und Laune seinen Kurzausflug machen und genießen kann.

Wanderweg

Wer sich in dem Netz aus Wegen westlich hält kommt auf den Königsweg, und kann je nach Präferenz auf ausgebauteren Geh- und Radwegen oder auf kleinen Waldwegen laufen. Regelmäßig weisen Schilder und Wanderkarten den Weg. Nach etwa acht Kilometern, kommt die Havel. Diese ist recht breit an dieser Stelle und wer zur richtigen Zeit dort ist sieht einen wunderbaren Sonnenuntergang über dem Wasser. Ein schönes Schmankerl für den Spaziergang ist ein Besuch auf der Insel Lindwerder. Die Wegweiser führen den Spazierenden zur Fähre, und dort kostet es einen Euro, einmal hin und einmal zurück zu fahren. Das schönste kommt allerdings zwischen den Bootsfahrten. Auf Lindwerder wartet ein Cafe und Restaurant auf die Besucher und direkt am Wasser sitzend bestellt man sich, wenn man das mag, am besten einen Kaiserschmarrn.

Kaiserschmarrn

Die etwa Zehn Euro sind gut investiert, denn die Portion reicht locker für zwei Personen, wird mit Pflaumen und Soße serviert und ist wirklich sehr lecker. Der Ausblick über den Fluß, auf die Boote und den westlichen Fernsehturm runden die Stärkungspause angenehm ab. Wer danach nicht zurücklaufen möchte, den bringt der Bus 218 Richtung Pfaueninsel, der mindestens stündlich fährt in einer viertel Stunde zurück ins S-Bahn-Netz von Berlin.

Fünf auf einen Streich – Museumsinsel

Genau in der Mitte zwischen Friedrichstraße und Alexanderplatz liegt die Museumsinsel. Gut zu erreichen, und gleich beim Berliner Dom, ist sie ein absolutes Muss für den einigermaßen kulturinteressierten Berlinbesucher.

Neues Museum

Vor- und Frühgeschichte, Ägypten und die Büste der Nofretete,

Pergamonmuseum

Antikensammlung, Vorderasiatische und Islamische Kunst

Alte Nationalgalerie

Bilder und Skulpturen aus Klassizismus, Romantik, Biedermeier, Impressionismus und  Moderne

Altes Museum

Antikensammlung

Bode-Museum

Skulpturensammlung, Byzantinische Kunst und Münzkabinett

Drei auf einen Streich: Brandenburger Tor, Reichstag und Kanzleramt

Natürlich steht für einen Besuch in Berlin das Wahrzeichen Deutschlands ganz oben auf der Liste: Das Brandenburger Tor. Es gibt eine eigene U-Bahn Station, oder man kann es mit einem Spaziergang Unter an der Spree verbinden. Steig dazu einfach an der U und S-Bahn Friedrichstraße aus. Dort siehst Du schon die Brücke über die Spree, und wenn Du Dich links hälst bist Du in 5 Minuten am Reichstag. Schön ist, hier am Ost-Ende des Tiergarten, daß Du drei Touri-Highlights in Reichweite hast:

Geradeaus ist das Kanzleramt, links ist der Reichstag und wenn Du drei Minuten nach links gehst stehst Du vor dem Brandenburger Tor. Die Wiese davor eignet sich perfekt für eine kleine Pause, mit netter Aussicht.