Checkpoint Charlie

Am Checkpoint Charlie muss man gewesen sein, wenn man in Berlin war. Hier fahren die Reisebusse reihenweise entlang, und die Touri-Quote ist wirklich hoch. Der ehemalig wichtigste Grenzübergang zwischen sowjetischem und amerikanischen Sektor liegt am Ende der Friedrichstraße und es sind dort einige Museen zur Besatzungszeit sowie zahlreiche Fast-Food Filialen und Souvenir-Läden. Genau hier haben sich auch viele Start-Ups und IT-Unternehmen angesiedelt, sodass es zwischen den Besuchern, die gemütlich entlang schlendern auch immer wieder Leute mit einem Coffee-To-Go auf dem weg in die oder aus der Arbeit hindurchschlängeln.

Bild vom Haus am Checkpoint Charlie

Darüber hinaus gibt es wieder aufgestellte Stücke der Berliner Mauer zu sehen und natürlich diverse in China produzierte Sowjet-Mützen, Anhänger und Gimmicks. Wände mit Fotos und Texten beschreiben und zeigen, was hier zu Kriegsende und zur Zeit des Mauerbaues stattgefunden hat und wie es dabei aussah. Ganz wichtig natürlich für alle Leute die auf Klassenfahrt sind: Das Foto mit dem als Grenzposten verkleideten “Stand-Up-Artist”, für Facebook und Google+.

Obwohl es natürlich überhaupt kein geheimer Tipp ist, finde ich einen Besuch hier trotzdem irgendwie nett. Es liegt ja sozusagen auf dem Weg, wenn man die Friedrichstraße entlang spaziert,  und wenn man den Backpacker-Kommerz  mit einem freundlichen Schmunzeln kommentieren kann, sollte man an dieser geschichtsträchtigen Kreuzung schon mal vorbeischauen.